Hier ein paar Eindrücke des neuen Smart Roadsters, ein interessantes Funauto als Zweitwagen, wie ich finde !
Einzeltest: Smart Roadster Softouch
Leistung 60 kW (82 PS)
Beschleunigung 0-100 km/h 11,8 s
Höchstgeschwindigkeit 175 km/h
Testverbrauch 6,5 L/100 km
Bremsweg aus 100 km/h 35,4 m
Grundpreis 18.330,- €
Zitat:
Smart Roadster: Maximaler Minimumm
Unverkennbar ein Smart, möchte der Familienzuwachs namens Roadster die Herzen im Sturm erobern. Der 82 PS starke Neuling geht auf Frischluft- und Fahrspaß-Jagd. Kostenpunkt: ab 18.330 Euro. Ein Test.
Um es gleich vorweg zu nehmen: Das geringe Gewicht (824 kg) macht den Smart Roadster zu einem Handling-Künstler, der seinesgleichen sucht. Je kurviger die Landstraße, desto größer wird der Spaß. Der Zwerg reagiert ungewöhnlich spontan schon auf kleinste Lenkbewegungen und erreicht völlig problemlos Kurvengeschwindigkeiten, wie sie in der Sportwagen-Oberliga üblich sind. Bei hohem Tempo allerdings wirkt die Lenkung übernervös, was bisweilen zu einem unbeabsichtigten Schlenker führt. Wird der Grenzbereich angefahren, beginnt die Vorderachse zum Kurvenaußenrand zu schieben, bevor das serienmäßige ESP eingreift.
Offen gefahren stürmt es im Smart, wie es sich für ein Cabriolet gehört. Dabei lassen sich zwischen den Extremen offen und geschlossen zwei Zwischenschritte realisieren. Scheiben hoch ist die Alternative für kühle Frühlingstage, Scheiben plus Dachholme sind bei Sonnenstrahlen im Winter erste Wahl, denn es gelangt Licht, aber keine Zugluft ins Auto.
Leicht fällt der Einstieg in den Roadster nur, wenn die Dachholme demontiert sind. Das lässt sich mit zwei Handgriffen bewerkstelligen. Innen ist sein Raumangebot erstaunlich. Erst für Riesen mit mehr als 1,95 Meter Länge ist der Smart zu klein. Normalwüchsige Fahrer finden also einen passenden Arbeitsplatz - jedenfalls beinahe. Denn das Lenkrad ist nicht verstellbar und steht zu tief. Immerhin sind die Sitze bequem.
Hingegen sind Motor und Getriebe keine Idealbesetzung: Der Roadster kommt nicht richtig aus den Startblöcken und verfehlt die Hersteller-Angabe für den Standardsprint auf 100 km/h um eine knappe Sekunde. Es fehlt Hubraum und damit Drehmoment. Vor allem beim Überholen auf der Landstraße macht sich dieses Manko bemerkbar.
Lässt man die Automatik per Kickdown herunterschalten, passiert zunächst nichts. Drehzahl und Ladedruck des Turbo fallen in den Keller. Hält man den Turbomotor dagegen bei Laune - die hat er zwischen 4000 und 6000/min -, schiebt er kräftig voran. Wenn man dann noch die Schaltautomatik deaktiviert und den Gangwechsel selbst übernimmt, wirken die Zugkraftunterbrechungen nicht mehr ganz so lang. In Ordnung geht das Testmittel von 6,5 Liter pro 100 km. Denn wie ein echter Sportwagen reizt er zum flotten Fahren.
Für eine echte Überraschung sorgt die simpel aufgebaute Bremse, die nur an der Vorderachse mit Scheiben, hinten dagegen mit Trommeln verzögert. Mit dieser Anlage bremst der Roadster so gut wie ein Porsche Turbo.
Das wird die Sportfahrer-Fraktion zu schätzen wissen, die sicher bald rudelweise die Landstraßen mit dem Smart Roadster für sich erobern dürfte, und zwar trotz seiner Mankos.
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Eure Meinung zu dem Fahrzeug ?
Gruß, Spaceframe