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Alt 10.06.2008, 14:03   #13 (permalink)
Lamberko
 
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Lamberko hat eine strahlende ZukunftLamberko hat eine strahlende ZukunftLamberko hat eine strahlende ZukunftLamberko hat eine strahlende ZukunftLamberko hat eine strahlende ZukunftLamberko hat eine strahlende ZukunftLamberko hat eine strahlende ZukunftLamberko hat eine strahlende ZukunftLamberko hat eine strahlende ZukunftLamberko hat eine strahlende ZukunftLamberko hat eine strahlende Zukunft
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Hallo Alex,

habe mich eine Zeit lang sehr für die Alpine-V6-Turbo sowie die Nachfolgerin Alpine-A610-Turbo interessiert. Das Interesse wurde Anfang der 90er geweckt als ein damaliger Freund seine nagelneue Alpine-V6-Turbo beim Münchener Renault-Händler in Empfang nehmen konnte.

Rahmen verzinkt; GfK-Body (keine Rostprobleme); pralle Serienausstattung. Er hatte sich damals für "ohne-Kat" entschieden (=200PS). Der typische HiFi-Turm nebst Klima war verbaut und nur die aufpreispflichtige Lederausstattung fehlte. Auf die hatte er allerdings ganz bewusst verzichtet, da bei der V6-Turbo wirklich nur alleine die Sitze beledert sind. Sonst nix. Der Rest bleibt Stoff bzw.Velour. Erst bei der 610-Turbo wurden dann auch die Türverkleidungen beledert. Mein damaliger Bekannter hatte später dann beim Sattler seine Wunsch-Lederausstattung einbauen lassen.

Die reine Serienausstattung (V6-Turbo) hatte bereits ZV mit Fb., el.FH, Bordcomputer, und was-weiss-ich-noch. Als Extras gab es eben diesen HiFi-Turm, Leder und Klima. Später auch ABS und Kat.

Probleme machte manchmal die zickige Elektrik der Fensterheber, die des Bordcomputers und sehr oft die Fernbedienung für die Zentralverriegelung. Er hat oft ausgesperrt vor der Alpine gestanden mit einer nicht funktionierenden Fernbedienung in der Hand und den Fahrzeugschlüsseln in der Mittelkonsole. Musste dann immer ein Renault-Rechniker anrücken und den Wagen aufknacken.

Fahrleistungen waren sehr gut (damalige Zeit) und über 245 km/h waren immer drin. Strassenlage sehr gut ... wenn man sich darüber bewusst war dass die Alpine eine Heckmotorschleuder ist. Wenn man das weiss, dann kann man diesen Wagen aber auch durchaus sehr schnell bewegen. Absolute Alltagstauglichkeit. Bequem. Leicht zu handeln (auch ohne Servo; die gab´s erst später für die nachfolgende A610-Turbo).

6 Monate später ein kapitaler Motorschaden, welcher aber voll von der Werksgarantie abgedeckt wurde. Statt Motortausch wurde mal eben schnell der Wagen gegen eine nagelnaue Alpine aus dem Showroom getauscht. Diesmal allerdings mit Kat und "nur" 185 PS. Spürbarer Unterschied? - Null!

Ehrlich, die Kat-Version lief fast exakt so gut wie die mit ohne Kat. Später dann bei "Elia" die Sportkats eingebaut, den größeren Lader plus Ladeluftkühler, sowie den Chip optimiert. 250 PS auf der Rolle. Mit funktionierendem Kat!

Wer also eh eine Leistungssteigerung bei einer Alpine V6-Turbo vornehmen wird, der kann auch die Kat-Version nehmen welche a) deutlich häufiger zu finden ist, b) dadurch meist auch a bisserl billiger ist weil evtl. etwas ungeliebter und c) ein deutlich jüngeres Baujahr aufweist.

Auch auf Leder würde ich verzichten, da - wie bereits schon gesagt - eh nur die Sitze beledert sind. Da leistet jeder Sattler bessere Arbeit. Zumal die Sitze auch noch typisch französisch weich und soft sind und darum etwas straffer gepolstert werden sollten.

Der Hifi-Turm war damals (!) top mit Verstärker und Cassette und sah dazu noch eindrucksvoll aus; heute eher technisch längst veralteter Müll. Kann man also drauf verzichten und sich lieber was besseres mit CD und MP3 einbauen. Nur eine Klima sollte eine gebrauchte Alpine unbedingt haben, denn durch die großzügige Verglasung wird´s im Sommer sonst zur Saune und Dir läuft´s Wasser am A... runter.

Unfallfrei sollte die Alpine sein, denn an der GfK-Karosse kann man Spachtelmasse nur sehr schwer ausfindig machen. Darum Spaltmasse und Lackqualität genaustens untersuchen. Wobei beides allerdings (eben Handarbeit) bereits schon ab Werk nicht unbedingt "perfekt" war. Unbedingt unter den Wagen schauen, denn bei schwereren Unfällen kann es Probleme mit dem Rahmen geben. Natürlich kann man neben dem GfK-Body auch den kompletten Rahmen tauschen, aber das kostet viel Zeit, viele Nerven und viel Geld.

Scheckheft muss nicht sein, da die meisten Renault-Vertretungen eh absolut keinen Plan von der Alpine hatten und somit auch nur streng nach Werkstatthandbuch rumgebastelt haben. Lieber ein Exemplar nehmen welches von einer freien Insider-Werkstatt gepflegt wurde.

Originalzustand nehmen, nicht so einen gespachtelten Mega-Breitumbau mit radlagermordenden 345er-Schlappen an den Achsen. Und bitte kein nachträglich eingebautes Sonnendach!!!

Dank der großen Stückzahlen von V6 und V6-Turbo sind Ersatzteile in Hülle und Fülle vorhanden. Und wenn sie jetzt nicht beim Vertragshändler sondern über´n Club oder dem Internet gekauft werden, dann hält sich auch der Preis im Rahmen. Allerdings muß man wissen, dass die Alpine grundsätzlich eher was für Selberschrauber ist. Sonst wird so ein Wagen schnell sehr teuer.

Die später nachgereichte Alpine A610-Turbo ist kein reines Face-Lift gewesen, sondern wirklich nahezu eine echte Neukonstruktion. Das fängt bei der Optik an, geht über geänderte Scheibenwischergeometrie und Aussenspiegel hin zu völlig neuen Achsen und Aufhängungen, sowie einen 3-Liter-Motor, deutlich besseres Handling, anderes Cockpit, und .. und .. und ...

Die A610-Turbo war als "echter" 911er-Gegner gedacht und die Fahrleistungen (250PS, 265km/h, 5-komma-nochwas Sekunden) zeigten das auch ohne Zweifel. Deutlich gutmütigeres Fahrverhalten gegenüber der V6-Turbo. Leistung ohne Problem und dazu noch sehr günstig auf über 300 bis hin zu 450 zu pushen. Standfest und haltbar wohlgemerkt!

Optik ist eine reine Geschmackssache. Technisch ist die A610 der alten V6 allerdings mehr als nur um Welten überlegen. Da die A610 aber sehr selten ist, bewegen sich die geforderten Preise auch bereits auf einem Level eher für Liebhaber. Runtergerittene und mal verunfallte Exemplare gibt es dann schon ab 15K bis 20K, echte gepflegte und geliebte Schmuckstücke allerdings nicht unter 25 bis 30K ... bis sogar rauf zu 40K bis 50K für Neuwagenzustand. Das sind schon echte Hausnummern die da aufgerufen werden. Da in Deutschland doch eher sehr selten, würde ich mein Glück lieber direkt in Frankreich oder eben über einen Alpine-Club oder eine echte Alpine-Werkstatt versuchen.

Da die A610 sehr selten und dazu auch nur relativ kurze Zeit gebaut wurde, sind Ersatzteile sehr teuer und eher selten auf dem freien Markt zu finden. Bleibt oftmals nur der Gang zum Renault-Händler, welcher allerdings fast schon mit Goldbarren bezahlt werden möchte.

Die reine Mechanik der A610 ist problemlos, robust und zuverlässig. Bei der reinen Elektrik sieht´s aber so aus wie bereits beim Vorgänger: Spinnt und zickt rum hin und wieder. Man sollte als Alpine-Fahrer also gute Kentnisse in Fahrzeugelektrik haben. Egal ob V6 oder A610.

Internetforen sowie Clubs gibt es einige und auch sehr gute. Google hilft.

Wenn überhaupt, dann würde ich eher zur A610 tendieren und im Originalzustand belassen ... oder eben eine V6-Turbo und dann richtig auffrisieren was geht.

**edit**
Zitat:
Zitat von AStrauß Beitrag anzeigen
Fahrzeug sollte zwischen 60.000 und max. 80.000 Kilometer haben. Nicht zu viele Hände und Serviceheft.
Wärst 12 Monate früher damit gekommen, dann hätte ich 2 gehabt. 1x silber und 1x rot. Beide aus 1.Hand, lückenlos scheckheftgepflegt. 35' km und 50' km Laufleistung. Beides Turbo, einmal "mit" und einmal "ohne" Kat. Beide 100% unfallfrei. Vollausstattung. Je 14.000,- und 18.000,- Euronen.

Gruß

Berko
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Turbo läuft und läuft und läuft...
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