Hi!
Es gibt immer zwei Fraktionen bei Reparatur und Wartungsarbeiten, die eine will unbedingt einen irgendwo in ein Werkstatthandbuch gedruckten Wert einstellen (auch wenn der sich unter Umständen später durch Erfahrungen des Herstellers geändert hat und man aber dummerweise die technische Mitteilung nicht bekommen hat) und die andere, die fragt: "Warum soll man das so machen, wozu führt das?"
Für die aus der 2. Ecke: Ein Zahnriemen wird am Anfang seines Lebens gespannt, damit er sich unter der Belastung auf seine Endlänge stabilisieren kann. Nach ca. 5000km hat er die dann erreicht.
Im gesetzten Zustand sollte er idealer Weise genau ohne Spannung auf den Rollen sitzen, da er sich sonst durch die Reibung zu stark erhitzen würde. Daher auch das "NIE gebrauchte Zahnriemen nachspannen". Die würden gespannt sehr schnell kaputt gehen.
Da man auf Kontrollen verzichten will (Korrekte Kontroll-Arbeiten trauen die Hersteller aus gutem Grund ihren Werkstätten nicht zu), wird also peinlich genau versucht, eine Vorspannung zu erzielen, die am Ende des Lebenszyklus der Riemen immer noch eine 100%ige Betriebssicherheit erhält.
Ich kenne genug Werkstattprofis, die nach der elektronischen Spannungsprüfung immer noch mal prüfen, ob sich der Riemen mit Daumen

und Zeigefinger gerade eben um 90° verdrehen läßt. Stimmt die Daumenprobe nicht, wird die Elektronik überprüft!
Es sei auch nicht verschwiegen das der Tester nicht merkt wie die gemessene Frequenz zu Stande kommt. Ist der Riemen also nicht in allen Teilstücken gleich stramm, gilt wie immer: Wer misst misst Mist...
Gruß!