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Alt 01.03.2007, 08:19   #1 (permalink)
AStrauß
 
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Standard Ferrari 860 Monza

Ferrari 860 Monza

1955 ein Jahr in der, der Italienische Motorsport nicht gerade auf höchstem level ablief.
Mercedes dominierte die Formel 1 und die Renn-Sport Zweisitzer. Nicht nur Ferrari, Maserati und Lancia waren natürlich tief betroffen, die Stimmung in ganz Italien war am Boden.

Lancia kündigte auch noch Ihren Startverzicht an, damit kam aber dann die wende. Gott sei dank, wer weiß evtl. wäre Schumi sonst mehrfacher Weltmeister auf Mercedes geworden.

Am 26.07.1955 kam es zum Showdown in Turin, bei der Lancia Ihr gesamtes Formel 1 Rennmaterial (6 Renn-Einsitzer D 50, zahlreiche Projekte, Entwürfe und Konstruktionspläne) an Ferrari übergab.

Die Situation im Rennsport war wirklich nicht gut, viele Niederlagen, keine Ersatzlösungen nichts stand in Aussicht. Die Nachfrage bei Sport und Touren Modellen zusammengenommen stagnierte bei 100 Fahrzeugen pro Jahr.

Mit der Übernahme des Lancia Erbes, kam auch der Ingenieur Vittorio Jano, Entwickler des Lancia D 50 und damals einer der Besten Kraftfahrzeug-Ingenieure der Welt zu Ferrari.

Das Team aus Maranello nahm den Lancia D 50 und verwandelte Ihn zu einem Rennwagen mit Ferrari-Charakter. Seinerzeit wurden die Lampredi Vierzylinder weiterentwickelt, und dies führte zu zwei neuen Modellen für die Saison 1956. Dem 860 Monza, er diente als Offizieller Rennwagen und dem zum verkauf bestimmten 500 Testa Rossa. Dem Vorgänger der von mir beschriebenen TR 1958 bis 1960.

Im Grunde genommen war der 860 Monza nichts anderes wie ein Auto mit dem Motor des 750 Monza und einer neuen besseren Karosserie. Jetzt aufpassen, der Vierzylinder wurde verwendet da man dem 12er noch zu viele Kinderkrankheiten nachsprach, also baute man den 4er in das Fahrgestell das eigentlich für den 290MM entwickelt wurde.

Es war ein 3,5l Vierzylinder der während der Saison 1955 mit erfolg einige 750 Monza zum vortrieb verholfen hat. Er wies wieder die Hauptmerkmale der Lampredi Motoren auf: Mit dem Motorblock verschweißter Zylinderkopf, zwei obenliegende Nockenwellen, Doppelzündung etc.
(Doppelzündung gibt es selbst heute noch im Unternehmen (Alfa Twin-Spark)

Im Gegensatz zu den Ferri Motoren war es aber war es ein Langhub-Motor.
Das machte Ihn zum größten Vierzylinder und zum einzigen Langhub Motor aus Maranello.

Leistung 310 PS bei 6200 U/min.

Das Fahrgestell in das der Motor eingebaut wurde (Seriennummer520) unterschied sich zum Vorgänger 519 C vor allem durch ein über den beiden Haupt-Längsträgern befindliches Rohrgitter .
Der Radstand betrug 2,35m. Verwendet wurden Dreieckslenker und Schraubfedern vorne und eine DE Dion Hinterachse.

Ab 1959 verkleidete Scaglietti die 290MM und die 860 Monza mit der Identischen Karosserie.
Unterschied ist das bei den 4 Zylinder Modellen der Haubenhöcker kleiner ausfiel. Ähnlichkeiten zum 410 S, sind auch nicht zu verleugnen.

Man hat 1956 sechs Fahrzeuge gebaut, die alle samt von Werksteams gefahren wurden.
Fahrgestell Nummern 0602 – 0604 – 0606 – 0616 – 0624 -0628. Die Historie dieser 860 Monza ist nicht leicht zu verfolgen, und die Motoren die auswechselbar waren macht den Sammler die Sache auch nicht leichter, im Gegenteil.

Bei dem Fahrzeug mit der Nummer 0602 ist die Historie jedoch komplett nachvollziehbar.
Das Fahrzeug befand sich vor Jahren schon im Musee de l`Automobiliste.


Zur Geschichte des Fahrzeuges komme ich Später. (Ist ja insgesamt auch ein langes Thema)
Aber es soll so viel gesagt sein, er hatte eine kurze aber Imposante Geschichte, daher ist der Wagen auch in einem Super Zustand für die Nachwelt erhalten geblieben.



Bilder

Ferrari 860 Monza

Fritz Grashei Im Fahrzeug 602 (Nürburgring 1997)





Bild Quelle: www.barchetta.cc
Text: A.Strauß
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