| Ich könnte mich auch für einen Lexus begeistern, nur wenn ich mir die Eintauschpreise anschaue, muß ich einfach (noch) ein deutsches Fabrikat wählen. Der Wertverlust ist mir noch zu groß. Da sich der Markt nach Angebot und Nachfrage richtet und deutsche (Oberklasse-)Autos nach wie vor einen Imagevorsprung besitzen, ist das kein Wunder.
Andererseits sind Lexus & Co. gut ausgestattet, wofür deutsche Hersteller unverschämt hohe Preise verlangen.
7.000,- Mehrausstattung sind bei einem BMW ein Klacks. Wenn ich sehe, wie wenig mir davon beim Eintausch angerechnet wird, könnte ich heulen...
In der Automobilbranche gibt es immer wieder verschiedenste Entwicklungen, die der eine oder andere Hersteller verschlafen hat. Ich denke da nur an Sicherheitsbelange (Airbag, ABS, ESP), an die Dieseldirekteinspritzer, alternative Antriebskonzepte, Blechdachcabrios, SUV usw.
Einmal haben die Japaner einen Trend nicht ernst genommen oder aus sonstigen Gründen verpennt, dann wieder die Deutschen.
Die deutschen Autobauer sind in vielen Belangen super - ich will jetzt gar nicht alles schlecht reden - aber trotzdem besteht in einigen Bereichen erheblicher Aufholbedarf.
Ob sie das schaffen, bleibt abzuwarten.
Wenn manche Hersteller hingegen erhebliche Energie investieren müssen, um falsche Entscheidungen auszubügeln (Modellpolitik, Fusionen etc.), dann könnte man schon seine Zweifel haben, ob sie das wirklich hinbekommen. Wie lautet ein altes Motto? Agieren statt reagieren...
Produktivitätsprobleme, Sozialsstaat (28 Wochenstunden!!!), Beschäftigungspolitik und Kosten sind natürlich sehr widersprüchliche Themen. Dieses Paradoxon muß zuerst einmal gelöst werden, um sich für eine erfolgreiche Zukunft zu rüsten (was ich ehrlich gesagt aber als sehr schwierig erachte...).
__________________ LG Helmut |