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Todi


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Leben US Hersteller hinterm Mond?

Antwort
Alt 09.04.2002, 18:30   #1 (permalink)
 
Mitglied seit: 20.01.2002
Ort: Berlin u. Hamburg
Beiträge: 223
Leben US Hersteller hinterm Mond?

Hi,
ich war gerade 2 Wochen in den USA und habe festgestellt, daß die amerikanischen Autos in Technik, Ausstattung und Verarbeitung ziemlich schlecht sind (mal abgesehen von Corvette, Viper etc.).

Wir hatten als Mietwagen einen Ford Taurus, Kategorie Full Size, mit einem BMW 5er bei uns zu vergleichen. Der war von der Technik auf dem Stand meines 92er Renault, teilweise sogar schlechter.
Der hatte hinten Trommelbremsen, als Kopfstützen hinten nur viel zu kleine Ausbuchtungen in der Rückenlehne, Sitze mit beschissenem Seitenhalt, schlechtes Fahrwerk, merkwürdige Automatik mit 2 mal D, einmal zum sparen, einmal Overdrive, nur Servolenkung keine Servotronik, schlechte Scheinwerfer, Radio ohne RDS, schlechte Lautsprecher, nur halbelektrische Sitzverstellung und fuhr nur 180 bei schlechter Beschleunigung, trotz 3 Liter V6. Selbst mein Renault hat rundum Scheibe, vorn innenbelüftet, Servotronik, elektrische Sitzverstellung und wesentlich mehr Kraft.

Wie sind denn eure Erfahrungen? Hatten wir nur Pech? Ich hatte aber das Gefühl, daß die meisten amerikanischen Autos technisch veraltet sind, die meisten hatten Trommelbremsen und Xenon hab ich auch nur bei Deutschen Autos gesehen.
Ok, man konnte damit fahren, aber von einem 2001er Modell kann man doch mehr erwarten, oder? Kein Wunder, daß die Amis auf unserem Markt keinen Fuß fassen.
seko ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 10.04.2002, 10:55   #2 (permalink)
 
Mitglied seit: 05.02.2002
Ort: am 50.Breitengrad
Beiträge: 919
I travelled each and ev'ry hiway - I did it my way !

Deine Eindrücke kann ich voll bestätigen. Bin 10 mal drüben gewesen in über 20 Jahren, nur Urlaub. Dabei habe ich zahlreiche Limousinen, Vans und Wohnmobile unterschiedlicher Größen gefahren, zwischen 8 und 32 l pro 100 km verbraucht und diverse Pannen gehabt. :x Zum Wohnmobilfahren hatten wir am Schluß Werkzeug, Schrauben, Holzteile und Klebeband dabei und mehr gebastelt als daheim im ganzen Jahr. Den Taurus kenne ich auch. Das Fahrwerk war früher (vor 1994) noch viel schlechter.
Einzige wirklich positive Erinnerung war eine elektrisch verstellbare Pedalerie bei einer Limousine. (Der Vermieter sagte übrigens nichts davon, wußte er wahrscheinlich gar nicht.) Als Ergänzung zu den üblichen Verstellmöglichkeiten fand ich hier eine optimale Sitzposition.
Günter ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.04.2002, 11:31   #3 (permalink)
 
Mitglied seit: 06.03.2002
Beiträge: 502
die Alltagsautos in den Staaten sind zwar deutlich hinter unserem Standard zurück, kosten allerdings auch erheblich weniger. Wo gibt es hier ein Neufahrzeug in der oberen Mittelklasse mit 6 Zylinder-Motor, Automatik, Klimaanlage und auch ansonsten voll ausgestattet für 25.000 EUR ?
Charly ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.05.2002, 08:59   #4 (permalink)
 
Mitglied seit: 22.05.2002
Ort: vanhausen
Beiträge: 7
nur mal so zur info ..die overdrive funktion ist die zum sparen und das andere "D" fährt man "innercity" um das getriebe zu schonen !!..die US-Cars sind deshalb anders weil die amerikaner ganz andere masstäbe setzen als die europäer!!...und was ist mit "unserem standard" gemeint ??...ist unser standard global zu sehen ??..wäre schlimm oder ??...bei den amis bekommst du jedenfalls jede menge "goodys" in den basisversionen die du hier als "extras" teuer bezahlst !!
vanman ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.05.2002, 09:59   #5 (permalink)
 
Mitglied seit: 30.04.2002
Ort: Hamburg
Beiträge: 3.757

Status: Flawless by nature
Ich würde mal sagen, dass der Durchschnittsamerikaner ein Auto kauft, um sich fortzubewegen. Nicht, wie wir Deutschen zum großen Teil, als Statussymbol. Die Fahrwerke sind meist US-typisch weich ausgelegt, denn die Straßen der Amerikaner sind 1. schlechter und 2. legen Ami's größere Strecken zurück. Da sie dabei meist eine Geschwindigkeitsbegrenzung einhalten müssen, cruisen sie dabei eher, als aktiv zu fahren.

In den USA gibt es z.B. Straßen, die führen 50-100km geradeaus (LA->LV) und bevor eine Kreuzung kommt, haben die alle 10m ca. einen Meter Asphalt quasi herausgenommen. Das schüttelt natürlich das ganze Fahrzeug durch, damit man aufwacht!!! aus dem Trott des geradeausfahrens.

Der Durchschnitts-Deutsche fährt eben meist sportlicher, als der Durchschnitts-Ami. Deswegen das Fahrwerk. Die fehlende Sicherheitsausstattung ist ein Tribut an die fehlende Konkurrenz. Amerikaner sind sehr schwer von einer Marke auf eine andere zu bekommen (wer Chrysler fährt, wird nie Cadillac fahren, etc.). Auch wenn es Hauseigene Marken sind, fällt ihnen das Wechseln schwer (Chrysler -> Dodge). Deswegen brauchen die Amerikanischen Hersteller gar nicht soviel entwickeln wie hier, da dort eben eh nur wneige Wechseln.

Ich finde amerikanische Wagen auch klasse, da man mit ihnen einfach besser cruisen kann. Außerdem sind sie auf deutschen Straßen immernoch Mangelware (ich meine richtige amerikanische Autos -->Taurus nicht welche, die auch im europäischen Markt zu haben sind -->Corvette).

@vanman:
Ich finde der beste Standard sollte immer DER Standard sein. Streng nach dem Motto "Mess with the best - die like the rest".
Außerdem finde ich, dass es besser ist, ein Auto "ohne alles" zu liefern. Denn dann kann ich mir selbst mein individuellen Auto zusammen bauen. In den USA bekommt man ja nichtmal mit Geld und gutem Zureden Extras, die hier bei Premiumherstellern fast Selbstverständlich sind (ESP,Xenon). Also lieber alles anbieten, als eine gute Grundausstattung. Ob die Preise von BMW, Mercedes, Audi etc. gerechtfertigt sind ist eine andere Frage. Aber da es ja sog. Premiumhersteller sind, bezahlt man in großen Maße auch den Namen mit. Und die Verkaufszahlen geben ihnen recht, dass es in Ordnung ist, soviel Geld dafür zu nehmen, denn die Leute bezahlen es ja!
master_p ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 22.05.2002, 10:42   #6 (permalink)
 
Mitglied seit: 22.05.2002
Ort: Berlin
Beiträge: 13
Wozu der Kram?

Wozu bitte, soll ein Autohersteller, der über 90% seiner Autos in den USA verkauft, viel Geld in Fahrwerk und Bremsen stecken, wenn mit seinen Autos eh nur 130 km/h gefahren werden darf.
Und nur weil einige Deutsche der irrigen Annahme unterliegen, dass jedes Auto für deutsche Autobahnen gebaut sein muß, muß sich ja dort die amerikanische Automobilindustrie nicht anschließen.
Der von dir genannte Taurus ist ein absolutes Billigauto. Für den Preis bekommst du hier wahrscheinlich nicht mal einen Polo.
Und wenn ich auf einem Highway 3 Stunden gradeaus fahren muß und das noch mit 75 mph, dann brauche ich keine tolle Bremse und keine Beschleunigung von 0 auf 200 km/h in 10 Sekunden, sondern eine Klimaanlage, eine Automatik (mit Doppel D Schaltstellung, für niedrige Drehzahlen), einen Tempomat, viele Cupholder und ein bequemes weiches Fahrwerk.
Und genau das bekommst du in einem amerikanischen Auto.
Und wenn du dir mal US Cars in höheren Preisklassen ansiehst, wirst du Ausstattungsdinge finden, die man in Deutschland noch gar nicht kennt. Ich sage nur Head up Display bei Cadillac.
Mein erster Caillac von 1988 (man beachte bitte 198 hatte ABS und Niveauregulierung, das hast du nur für sehr viel Geld zu der Zeit bei Mercedes, Audi und BMW bekommen. Klimaautomatik, Delco-Bose Audiosystem, Automatische Einschaltung des Lichts, automatischer Kofferraumzuzieher, eine automatisch schließende und öffnende Zentralverriegelung (bei Einlegen eines Ganges), sich automatisch lösende Handbremse ect., gab es nicht mal gegen Aufpreis. Angetrieben, von einem 4.5 Liter V8 der weder übermäßig durstig war, noch lahm. 200 km/h reicht sogar für deutsche Autobahnen.
Und das zu einem Preis, wo du einen Mercedes, Audi, BMW noch nicht mal ohne Teppich bekommen hast.

Gruß

VWfreund
vwfreund ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.05.2002, 11:14   #7 (permalink)
 
Mitglied seit: 21.02.2002
Ort: Hamburg
Beiträge: 661
Trotzdem scheint es Dir der Caddi ja nicht gerade angetan zu haben, wenn ich mir Deinen Nick anschaue Dann scheinen die deutschen Fabrikate doch besser zu sein.
VWEnthusiast ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.05.2002, 11:30   #8 (permalink)
 
Mitglied seit: 19.02.2002
Beiträge: 681
Hallo! Ich denke,dass man den amerikanischen Autofahrer nicht mit dem deutschen Autofahrer vergleichen kann. Aber amerikanische Autos sind technisch auf jeden Fall nicht auf europäischem Niveau...find ich. Meiner Meinung nach werden in Deutschland technisch und qualitativ die besten Autos gebaut.
Freewood ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.05.2002, 11:38   #9 (permalink)
 
Mitglied seit: 21.02.2002
Ort: Hamburg
Beiträge: 661
So schaut´s aus. Mich würde aber noch interessieren, was die Amis von Leuten halten, die in Amerika wohnen und anstatt des Schaukelfahrwerks ein richtiges Sportfahrwerk à la "The fast and the furious" einbauen. Völlig bekloppt? Nach dem Motto, es gibt nur ein einzig wahres Fahrwerk und das ist zum Cruisen ausgelegt!?!?! :roll:
VWEnthusiast ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.05.2002, 12:13   #10 (permalink)
 
Mitglied seit: 05.02.2002
Ort: am 50.Breitengrad
Beiträge: 919
America is crazy ! Believe me !

In Amerika gibt es so viel Verrückte(s), daß die Änderung des Fahrwerks noch das harmloseste ist ... :roll:
Günter ist offline   Mit Zitat antworten
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